Mayer, Lichtenberg und der Mond im Museum Oberramstadt

Das Museum in Oberramstadt, dem Geburtsort von Georg Christoph Lichtenberg widmet sich in einer neuen Sonderausstellung den astronomischen Leistungen von Lichtenberg und dessen Kollegen Tobias Mayer.

Die Astronomen haben schon immer den  Mond als Anhaltspunkt für Beobachtungen  benutzt. Mit Erfindung der Fernrohre  Anfang des 17. Jahrhunderts konnten nun  auch Mondkarten erstellt werden. Die  Genauigkeit der Karten ließ jedoch zu  wünschen übrig.     Erst Tobias Mayer (1723-1762) gelang es  durch akribische Beobachtung und mithilfe  selenographischer Längen- und Breiten-  kreise, eine sehr genaue Generalkarte des  Mondes anzufertigen. Die Koordinaten  „selenographische Länge und Breite“  entsprechen der geografischen Länge   und Breite auf der Erde. Der Astronom Johann Hieronymus  Schröter (1745-1816) war ein Studienkollege Lichtenbergs in Göttingen und  stand später in regem Interessenaustausch  mit ihm. 1802 benannte Schroeter ein von  ihm entdecktes Ringgebirge auf dem Mond nach Lichtenberg. Dieses Gebiet wurde  jedoch 1837 umbenannt. Lediglich ein  Krater trägt heute noch seinem Namen.      

Zu  Zeiten Lichtenbergs  war noch nicht geklärt, ob es sich bei den Mondkratern um ehemalige Vulkane oder Meteoriteneinschläge handelt

Als Professor in Göttingen unterrichtete Tobias Mayer seit 1751 Mathematik und Astronomie. Nach seinem frühen Tod erwarb die Akademie der Wissenschaften in Göttingen die hinterlassenen Schriften von der Witwe Mayers. Georg Christoph Lichtenberg beantragte, ihm die Unterlagen zur Veröffentlichung zu überlassen, was auf Anraten des englischen Königs Georg III. auch geschah. „Opera inedita“  (unveröffentlichte Werke) bezeichnete  Lichtenberg diesen Teil des Nachlasses.  Hierbei befand sich auch die Handzeich-  nung einer Mondkarte, die er von Joel Paul  Kaltenhofer nachstechen ließ und als  Anhang der „Opera inedita“ beifügte. Ur-  sprünglich sollten es zwei Bände werden.  Da die Nachfrage jedoch nicht sehr groß  war, blieb es bei dem ersten Band. Die  restlichen Schriften wurden erst im Jahr  1972 von Eric G. Forbes veröffentlicht.     Erst Tobias Mayer (1723-1762) gelang es  Der Astronom Johann Hieronymus  Schröter (1745-1816) war ein Studien-  kollege Lichtenbergs in Göttingen und  stand später in regem Interessenaustausch  mit ihm. 1802 benannte Schroeter ein von  ihm entdecktes Ringgebirge auf dem Mond  nach Lichtenberg. Dieses Gebiet wurde  jedoch 1837 umbenannt. Lediglich ein  Krater trägt heute seinem Namen.  

Wie bei fast allen bekannten Astronomen, wurde auch nach Tobias Mayer ein Krater auf dem Mond benannt.

Eröffnung: Sonntag, 19.08.2012, 15.00 Uh
Ausstellungsdauer: 19.08.2012 bis 09.06.2013

Museum Ober-Ramstadt
Grafengasse 1
64372 Ober-Ramstadt
Telefon: 06154/1797



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http://www.ober-ramstadt.de

Quelle und Bild: Museum