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Bahn, Flugzeug, Auto: Wie wichtig das Thema Mobilität für die Rhein-Main-Region ist, wollen die 10. Tage der Industriekultur vom 7. bis 12. August 2012 zeigen. Interessierte können Häfen, Fabriken und vieles mehr besichtigen. Viele Führungen sind allerdings schon ausgebucht.
Die günstige Lage der Region FrankfurtRheinMain im Herzen Europas bildete den Ausgangspunkt für ihre historische Bedeutung als Handelsplatz und heute als Verkehrsdrehscheibe. Auch die Produktion von Fahrzeugen hat eine große Tradition in der Region, ebenso Orte der Mobilität:
Opel wird dieses Jahr 150 Jahre alt, der Hauptbahnhof Darmstadt feiert sein 100. Jubiläum. Da gibt es Eisenbahn-Industriekultur in Mainz, die Gerber-Träger für Brücken von MAN aus Ginsheim-Gustavsburg, verschiedene Fahrradmanufakturen, Motorräder, Flugzeugturbinen aus Oberursel (Rolls Royce), das zukünftige „House of Logistics and Mobility“ am Flughafen, Hafenumwandlung in Offenbach, Traktoren aus Hanau, Autozulieferer und Spezialisten für Elektromobilität im Bayerischen Untermain usw.. Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Produzent von Karten und GPS-Daten, feiert uns seinen 60. Geburtstag in der prächtigen Villa Mumm in Frankfurt.
Unternehmen, Museen und Institutionen geben während der Aktionstage Einblicke in ausgewählte Kulturdenkmäler, Fabriken und Häfen. Insgesamt gibt es rund 360 Veranstaltungen zwischen Bingen am Rhein und Aschaffenburg - so viele wie noch nie. Neben Führungen bieten die Veranstalter auch Schiffs- und Radtouren sowie Rundflüge oder Fahrten mit historischen Eisenbahnen an. Wie im Vorjahr werden rund 15.000 Besucher erwartet.
Der Autobauer Opel etwa hat in Rüsselsheim eine Führung durch sein Altwerk organisiert, die Hauptbahnhöfe in Frankfurt und Darmstadt geben Einblicke hinter die Kulissen, das Bundesamt für Kartographie lädt in Frankfurt zu seinem 60. Geburtstag in die Villa Mumm ein. In Offenbach eröffnet die Fotoausstellung "Luxus-Leder-Offenbach" im Haus der Stadtgeschichte. Viele der Führungen sind bereits ausgebucht, teilte die Geschäftsführerin der ausrichtenden KulturRegion FrankfurtRheinMain, Sabine von Bebenburg, mit.
"Wir wollen hier den Schatz an lebendigen Zeugnissen der Industriekultur ins Bewusstsein bringen und zugänglich machen", schreibt Sabine von Bebenburg weiter. Die Tage der Industriekultur gibt es seit 2003. Seitdem stieg die Zahl an Veranstaltungen von 40 auf 280 im vergangenen Jahr an. Seit 2007 stehen die Tage jeweils unter einem besonderen Motto.
Zum 10. Jubiläum gibt es am Sonntag, den 12.8., nicht nur den 10. Tag der Frankfurter Verkehrsgeschichte, sondern einen Mobilitätstag für die ganze Region unter dem Motto „Unterwegs in die Zukunft“: Mit Sternfahrten historischer Eisenbahnen zum Bahnhof Frankfurt-Höchst, mit Bahnhofsfesten und Umsteigestationen zu Oldtimern, zum Schiff, Flughafen und zum Ausprobieren verschiedenster Mobilitätsangebote.
Quellen: KulturRegion FrankfurtRheinMain, hr-online