
Der Frankfurter Theatermacher Prof. Claus Helmer kann im Februar 2010 sein 15-jähriges Direktionsjubiläum im Fritz-Rémond-Theater feiern. In Frankfurt begann sein beruflicher Werdegang im Jahre 1965 mit einem Auftritt in „Telemachos Clay“ im Fritz-Rémond-Theater, 1967 spielte er erstmals in der Komödie. 1995 bat die Stadt Frankfurt Helmer die Leitung des Fritz-Rémond-Theaters zu übernehmen, das damals wegen seiner hohen Verschuldung kurz vor seiner Schließung stand.
Claus Helmer wurde am 23. Februar 1944 in Brünn geboren. Bereits während seiner Kindheit in Wien stand er auf der Bühne, erstmals am 13. März 1956 in „Jean D’Arc“ von Max Mell am Burgtheater. Von 1959-1962 absolvierte er seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.
In der Zeit von 1956-1960 war er bereits in 40 Theaterrollen an fast allen Wiener Bühnen, sowie in drei Spielfilmen und etlichen Fernsehproduktionen zu sehen. Sein erstes Engagement in Deutschland (Düsseldorf) erhielt er 1962. Ab 1965 war Claus Helmer als freier Schauspieler und Regisseur in Aachen, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt am Main tätig. 1965 stand er zum ersten Mal auf der Bühne des Kleinen Theaters im Zoo an der Seite des Prinzipals Fritz Rémond in „Telemachos Clay“.
1967 feierte Claus Helmer seinen Einstand in der Komödie Frankfurt. Seit 1972 ist er Direktor dieses Theaters, inszenierte hier in dieser Zeit bislang rund 50 Stücke und spielte selbst über 1 600 Vorstellungen, dazu kommen noch mehr als 10 Inszenierungen an anderen Bühnen und ca. 2 320 Vorstellungen vor 1972.
1981 wurde ihm das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst" verliehen. Im gleichen Jahr überreichte ihm der damalige Kulturdezernent Prof. Hilmar Hoffmann den von der Volksbühne Frankfurt gestifteten „Harlekin“ für den beliebtesten Bühnenkünstler an Frankfurter Theatern. Bereits ein Jahr später erhielt er die „Ehrenmedaille in Gold“ durch den Direktor des Österreichischen Fremdenverkehrs. 1994 erhielt Claus Helmer zu seinem 50. Geburtstag von Oberbürgermeister Andreas von Schoeler den Ehrenring der Stadt Frankfurt.
Am 13. März 1995 übernahm Claus Helmer die Direktion des Fritz Rémond Theaters im Zoo und rettete so dieses traditionsreiche Haus vor der Schließung. Im Februar 1997 bekam er von Oberbürgermeisterin Petra Roth die „Ehrenplakette der Stadt Frankfurt" verliehen. Am 24. Oktober 1997 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Republik Österreich der Professorentitel verliehen. Am 2. Juni 1998 bekam er vom Ministerpräsidenten Hans Eichel das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Am 27. Mai 2004 wurde Prof. Helmer vom Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch der Hessische Verdienstorden am Band überreicht. Und immer wieder steht er auf den berühmten Brettern, die die Welt bedeuten, so z. B. in Ken Ludwig’s „Cyrano in Buffalo“, in Samuel Taylor’s „Champagnerkomödie“ oder zuletzt in „Endlich allein“ von Lawrence Roman. Am 13. März 2006 feierte Claus Helmer sein 50jähriges Bühnenjubiläum und spielte zu diesem Anlass die Hauptrolle in Ken Ludwig’s Erfolgskomödie „Othello darf nicht platzen“. Seine letzten Regiearbeiten waren Ray Cooney’s „Und alles auf Krankenschein“ und das Erfolgsmusical „Irma La Douce“ in der Komödie Frankfurt sowie Philip King’s „Lauf doch nicht immer weg!“ an der Komödie im Bayerischen Hof in München und für Tournee.
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