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Stiftung Opelvillen
Zentrum für Kunst
Ludwig-Dörfler-Allee 9
65428 Rüsselsheim
Tel.: 06142/83 59 31
Fax: 06142/83 60 14
opelvillenpresse(at)online.de
Die Webseite der Opelvillen Rüsselsheim

Portrait des Monats

Die Rüsselsheimer Opelvillen

Die Stiftung Opelvillen ist von der Stadt Rüsselsheim mit Unterstützung der Adam Opel GmbH im Jahr 2001 ins Leben gerufen worden, um als gemeinnützige Einrichtung die kulturelle Bespielung der zum Kunstzentrum ausgebauten Villen am Rüsselsheimer Mainufer zu entwickeln und zu betreiben. Ihr Ziel ist es, die Darstellung der Gegenwartskunst ins Zentrum zu stellen.

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In den 1915/16 und 1931/32 erbauten Häusern werden zeitgenössische Kunst und Positionen der klassischen Moderne in Einzel- und Themenausstellungen sowie in Kooperation mit nationalen und internationalen Kunstinstitutionen präsentiert. Gerade heute gewinnen die Künste stärker an Aktualität. Zeiten wirtschaftlicher Krisen waren auch immer die Zeiten der Chance, der Inventur und der neuen Ideen. Für technische Erneuerungen lieferten auch Künstler entscheidende Impulse. Entwicklungen der Kunst, wie Photographie, Film, Lithographie oder Siebdruck, fanden später Eingang in die Industrie. Kein Entwurf eines Porzellans, eines Fahrzeuges oder eines Hochhauses entstand ohne Stilvorbilder in der Kunst. Oft waren es sehr lange und wechselseitige Prozesse der Kunst und des Designs, der Graphik und der Architektur, die zum gestalterischen Ziel führten.

In den Rüsselsheimer Opelvillen ist es beabsichtigt, die Kunstentwicklung der Moderne bis heute in ihrer Gesamtheit zu zeigen. Begleitet werden die Ausstellungen durch Führungen, Vorträge und Veranstaltungen, wobei die Vermittlungsarbeit der Opelvillen auch die jüngsten Besucher integriert. Der Umgang mit der bildenden Kunst dient der Bildung, ist aber immer auch ein Stück Lebensqualität.

Die Stiftung Opelvillen entwickelt ihr Ausstellungsprogramm mit Augenmerk auf der didaktisch orientierten Vermittlung von künstlerischen Standpunkten zwischen Tradition und Zeitgenossenschaft. Denn Aufgabe der Stiftung Opelvillen ist die Förderung der Kunst durch die Veranstaltung kultureller Projekte (neben Kunstausstellungen auch Lesungen, Konzerte, Vorträge u.a.) - sowie die denkmalgerechte Instandsetzung und Erhaltung der Gebäude selbst.

Sie wurden 1915/1916 für den Ingenieur und Opelwerksdirektor Wilhelm Wenske errichtet und 1920 von Friedrich, genannt „Fritz“ Opel, gekauft wurde. 1931 begann der Sohn des Firmengründers Adam Opel mit dem Bau einer zweiten Villa, dem so genannten Herrenhaus, die er durch eine Erweiterung mit der Wenske Villa verbinden ließ. Für den Neubau war Architekt Paul Meißner zuständig, der die Fabrikbauten des Opelwerkes zwischen 1911 und 1930 entwarf.

Die beiden Villen bewohnte Fritz Opel bis zu seinem Tod 1938, seine Witwe verkaufte den Besitz 1955 an die Stadt, die es für unterschiedlichste Zwecke nutzte. 1998 wurde schließlich vom Stadtparlament Rüsselsheims der Beschluss gefasst, die Opelvillen zu einem Zentrum für Kunst mit Gastronomie und Trauzimmer aufzubauen. Ins Leben gerufen wurde die Stiftung schließlich im Sommer 2001 von der Stadt Rüsselsheim und der Adam Opel AG, um die kulturelle Bespielung der zum Kunstzentrum ausgebauten Villen am Rüsselsheimer Mainufer zu entwickeln und zu betreiben.

2002 begann der Umbau der Villa Wenske und die Errichtung des Zwischenbaus „Dritte Villa“. Der Architekt Uwe Schultze erhielt den denkmalgeschützten, privaten Charakter der Wohnhäuser und verlagert die technischen Funktionen, die ein öffentliches Gebäude zu erfüllen hat, in einen Neubau.

Gestalterisch wurde die Grundidee des Kubus weiterverfolgt. Die Villa Wenske und das Herrenhaus bilden Kuben, die nun durch die „Dritten Villa“ mit einem dritten verbunden werden. Im Frühjahr 2003 erfolgte der Abschluss des Umbaus. Die Villa Wenske wurde mit Trauzimmer und Gastronomie „La Villa“ und die „Dritte Villa“ wurde mit Südterrasse und gläsernem Treppenhaus eröffnet. Im Herbst des Jahres begann der Ausstellungsbetrieb im Herrenhaus, das mit einem musealen Beleuchtungssystem ausgestattet worden war. 2005 konnte die Nordterrasse der „Dritten Villa“ fertig gestellt werden. Ein Vollausbau des Ausstellungshauses steht noch aus.

Bild: Frank Möllenberg



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