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Louis Spohr Jahr in Kassel

2009 gedenkt Kassel des vor 150 Jahren gestorbenen Louis Spohr, des großen Komponisten und genialen Geigers, der auf seinen Konzerten das Publikum in ganz Europa zu begeistern wusste. Als Hofkapellmeister in Kassel führte er die Kasseler Oper zu großer Blüte.

Was unter seiner Verantwortung im 1769 vollendeten neuen Opernhaus an der Königsstraße zur Aufführung gelangte, gehörte zum Besten, was nicht nur in Deutschland, sondern europaweit zu sehen und zu hören war.

Louis-Spohr

Louis Spohr – alle Kasseler kennen sein Denkmal in der Mitte von Kassel. Am 5. April vor 225 Jahren in Braunschweig geboren und am 22. Oktober vor 150 Jahren in Kassel gestorben. Über dreieinhalb Jahrzehnte – von 1822 bis zu seinem Tod 1859 – ist Louis Spohr Kassel treu geblieben. Nicht nur in Kassel genoss er großes Ansehen, auch weit über Kassel hinaus reichte damals sein Ruhm. Seine Konzertreisen durch Deutschland und nach England glichen Triumphzügen. Louis Spohr war Komponist, Violinvirtuose und Dirigent, moderne Orchester haben ihm viel zu verdanken. Junge Dirigenten kamen zu ihm, um von ihm zu lernen, berühmte Komponisten und Musiker machten ihm ihre Aufwartung. Kassels Musikleben blühte auf, als er hier lebte und arbeitete. Das Hoftheater wurde zu einer der ersten musikalischen Adressen in Deutschland, vielfältig waren seine Aktivitäten in der Stadt und für sie.

Für das Gedenkjahr 2009 haben sich ganz im Sinne Spohrs viele Orchester, Chöre, Kammermusikensembles, Veranstalter und natürlich das Staatstheater zusammengefunden, um „Kassels ersten Komponisten“ zu ehren. Ein Programmheft (siehe download in der rechten Spalte) listet die Ereignisse des Jahres auf, die von Februar bis November geplant sind. Alle musikalischen Gattungen, für die Spohr komponiert hat – Oper, Oratorium, Orchestermusik, Kammermusik – sind vertreten. Über vierzig Konzerte aller musikalischen Gattungen, Darbietungen und Vorträge werden angeboten. Zu den Höhepunkten gehören die konzertante Aufführung der romantischen Oper „Jessonda“ im Staatstheater, an deren Premiere sich der offizielle Festakt der Stadt Kassel anschließt, sowie die drei Oratorien Louis Spohrs, die in der Kirche Kirchditmold und in der Martinskirche aufgeführt werden.

Auch in Frankfurt am Main hinterließ Spohr deutliche Spuren. 1817 übernahm er die Kapellmeisterstelle am Theater und die Leitung des Orchesters der Frankfurter Museumsgesellschaft. Seine Opern "Faust" und "Zemire und Azo" wurden vom Publikum gefeiert. Nach zwei Jahren jedoch verließ er die Stadt am Main, um sich auf eine seiner vielen Reisen zu begeben.

Die Fan-Seite zu Spohr

Die Louis Spohr Stiftung

Louis Spohr bei Wikipedia

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