Architektur und Baukunst

Moderne Architektur im historischen Marburg

Am 4.2.2010 sollen in Marburg Vorträge und Gespräche Klartext über Architektur in Marburg gesprochen werden. Die Initiativgruppe Marburger Stadtbild und Stadtentwicklung e.V. (IG MARSS ) lädt hierzu in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Marburg ein.

01.02.10
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Die Veranstalter erhoffen sich als Ergebnis ansatzweise Richtlinien für modernes Bauen in Marburg. Ziel ist es, dass sich Politiker, Bürger, Planer, Investoren, Architekten und andere Beteiligte künftig mit geschultem und geschärftem Blick und Verstand in bauliche Planungen einbringen.

Um die Diskussion zunächst von allzu lokalen Sichtweisen zu befreien, hat man vier auswärtige Kenner der Materie eingeladen: die Journalisten und Architekturkritiker Ira Mazzoni] (Süddeutsche Zeitung. DIE ZEIT, art u,a,) und Dr. Dieter Bartetzko (FAZ), die Dekanin des Fachbereichs Architektur der Uni Kassel Prof. Maya Reiner sowie den Architekt und Fachmann für Denkmalschutz und Baurecht Prof. Karl Reinhard Seehausen .

Seehausen und Mazzoni referieren im ersten Teil

Im ersten Teil der Veranstaltung wird Prof. Seehausen einen Vortrag über baurechtliche Aspekte der Frage ‚Lassen sich Bausünden verhindern – oder: Kann schlechte Baugestaltung durch Vorschriften verhindert werden?’ halten.
Anschließend stellt Ira Mazzoni die Ergebnisse ihres kritischen Stadtrundgangs vor, den sie am 23.Januar begonnen hat und am 3.und 4.Februar fortsetzen wird. Sie wird Beispiele gelungener und misslungener Architektur der letzten 15 Jahre vorstellen, analysieren und auf grundsätzliche Fragen und Probleme von moderner Architektur in Städten wie Marburg eingehen.

Auch die anderen Referenten und Diskussionsteilnehmer, werden sich vor der Veranstaltung ausreichend auf eigene Faust in Marburg umschauen. Die IG MARSS wird dabei keine Schwerpunkte setzen, um jede Beeinflussung zu vermeiden. Karl-Reinhard Seehausen hat allerdings bis vor kurzem in Marburg gewohnt und Dieter Bartetzko kennt Marburg aus seinen Studienjahren.

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Podiumsdikussion

Im zweiten Teil des Abends werden alle vier Gäste in einer Podiumsdiskussion zusammenkommen, die auf den vorangegangenen Vorträgen aufbaut. Themen werden u.a. Kriterien guter und schlechter moderner Architektur in einem historischen Ambiente sein. Ist gute Architektur nur eine Geschmacksfrage? Alle vier Gäste haben sich auch intensiv mit dem Denkmalschutz befasst, der in Marburg zwischen Historismus und moderner Architektur sowie im Umfeld von Investoreninteressen eine wichtige Rolle spielt. Es wird auch darüber gesprochen werden, ob für Investoren Wirtschaftlichkeit und Ästhetik Widersprüche sein müssen, und welche Einflüsse Architektur auf die Menschen ausübt.

Die Moderation der Podiumsdiskussion, die im weiteren Verlauf des Abends soll die Podiumsdiskussion auch für die Zuhörer geöffnet wird, liegt in den Händen des Journalisten und Soziologen Werner Girgert . Er war viele Jahre lang als Redakteur der Oberhessischen Presse tätig und hat die Marburger Stadtentwicklung journalistisch begleitet.

Die Veranstaltung, für die Oberbürgermeister Vaupel die Schirmherrschaft übernommen hat, beginnt am 4.2. um 18.30 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal in der Barfüßerstraße.



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