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Ur-Äffchen "Ida" erstmals komplett

Erstmals vereint sind die beiden Originalteile des 47 Millionen Jahre alten Ur-Äffchens "Ida" in Frankfurt zu sehen. Die Forscher wollen die Gunst der Stunde nutzen und aus dem Fossil einen Filmstar machen.

03.02.10
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Das 47 Millionen Jahre alte Primaten-Fossil "Ida" wird von Forschern als Sensationsfund gefeiert. Doch beinahe wäre seine Entdeckung völlig unbeachtet geblieben. Vor etwa einem Vierteljahrhundert konnte ein bis heute unbekannt gebliebener Privatsammler das Fossil aus einem Ölschiefer der südhessischen Grube Messel bergen. Es wurde in zwei Teilen auf dem Fossilienmarkt in Hamburg verkauft.

Jahrelang war nur die weniger gut erhaltene Platte bekannt. Erst der norwegische Paläontologe Jørn H. Hurum kaufte den zweiten Part für das Naturmuseum der Universität Oslo. Erst dadurch wurde "Ida" wieder komplettiert. Das Frankfurter Senckenberg-Museum zeigt das vereinte Original noch bis zum 21. Februar im Rahmen seiner Ausstellung "Safari zum Urmenschen".

Ein Ur-Äffchen als Filmstar?

Die Wissenschaftler wollen die Gunst der Stunde nutzen. "Wir wollen das Skelett zusammenführen und ein dreidimensionales Modell rekonstruieren", sagte Jörg Habersetzer vom Forschungsinstitut Senckenberg. Zudem planen die Forscher einen Animationsfilm, in dem das Tier über Äste klettert und springt.

"Ida" gilt als eines der besterhaltenen Primaten-Fossilien weltweit. Die rechte Skeletthälfte auf Platte A sei zu 100 Prozent, die linke auf Platte B zu etwa 90 Prozent erhalten, sagte Forscher Jens Franzen bei der Präsentation. Außerdem seien feinste Haare und der Magen-Darm-Inhalt, Früchte und Blätter, zu erkennen.

"Ida" ist zu alt für den "missing link"

Strittig dürfte weiterhin bleiben, wie bedeutsam der Fund ist. Einige Forscher hatten "Ida" als "missing link" - also: fehlendes Verbindungsstück - in den Stammbäumen von Affen und Menschen interpretiert. Zwar handele es sich um eine neue Art im Stammbaum der Primaten, meinte Franzen. Er hält seinen Kollegen aber entgegen, dass sich die Linie des Menschen erst vor rund sieben Millionen Jahren abgespalten habe. "Die Funde aus Messel sind auf fast 50 Millionen Jahre datiert. "Ida" kann also kein "missing link" sein."

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Quelle: hr-online



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